Beginn der neuen Schlute (kleiner Kanal) am Rhein bei Mannheim Kirschgartshausen. Diese Schlute versorgt den Lampertheimer Altrhein mit Wasser und dient gleichzeitig mit den umliegenden Flächen als Hochwasserschutz


Der Lampertheimer Altrhein

Der Lampertheimer Altrhein entstand im Zuge der Rheinbegradigung im ausgehenden 19. Jahrhunderts. 1879 wurde der Durchstich vollzogen und ab da floß der Rhein dann an Lampertheim vorbei in Richtung Worms.

 

Der Altrheinteil zwischen Mannheim-Kirschgartshausen  und der Stadtgrenze Lampertheim kam zum Land Baden-Württemberg und wurde zwecks Landgewinnung zugeschüttet. Der Teil ab Landesgrenze bis zum Damm wurde zum Heegwasser und dem Land Hessen zugeschlagen. Das Heegwasser selbst stand zu dieser Zeit nur über den sogenannten Rallengraben mit dem Altrhein in Verbindung. Die Mündung des Rallengrabens liegt ca.100 m vor der Mündung des Altrheins in den Rhein.

 

Mittlerweise wurde erkannt, daß es ein Fehler war, den alten Rheinverlauf zu zuschütten. Mit sehr hohem Aufwand wurde ein Teil des alten Rheinverlauf wieder instand gesetzt und gleichzeitig auf einen besseren Hochwasserschutz Wert gelegt.

Seit 2015 hat der Lampertheimer Altrhein wieder einen Oberlauf und wird bei einem bestimmten Wasserstand mit Frischwasser versorgt.

 

Ab dem Damm bis zur Mündung in den Rhein bliebt der Altrhein Reichs-/ Bundes-wasserstrasse.  Bei dem zu dieser Zeit vorhandenen Lampertheimer Hafen wurde ein Damm aufgeschüttet, der die Stadt mit der Insel Biedensand verband. Der Damm diente einige Jahre auch als Standplatz eines Dampfkrans, mit dem Frachtschiffe be- und entladen wurden.

 

Dieser Altrheinteil ist 4,75 km lang und ist von km 0,0 (Mündung in den Rhein) bis zu km 2,6 (Fretter Loch) für die Güterschifffahrt ausgebaut. Von km 2,6 bis km 4,75 ist der Altrhein der Freizeitschifffahrt vorbehalten. Dieser Teil droht zu verlanden.

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

Mündung des Altrheins in den Rhein